Der Anfang des ganzen

Sehr geehrte Herrschaften, werte Gläubiger, Untugendbolde, Freunde, Sturmbeschädigte, Leute mit und ohne Geschlecht, Kranke, Ungesunde und angeblich Gesunde, liebe Terroristen,

Thomas Wilks schreibt in seinem Buch "Schau heimwärts, Engel" es gibt kein zurück. Das ist in dem Sinne richtig, denn wozu nutzt ein Zurück, wenn das innen drin ganz anders, wenn nicht zu sagen interessant ist.

Kleine Städte, Dörfer und Orte haben ihre ganz eigene Anatomie, die sich aber nur dem offenbart, welcher sich eine Weile, manchmal über Jahre hin, damit befasst hat. Häuserblocks haben ihre Anatomie, Gruppen und Vereinigungen. Durch das soziale Netzwerk entstehen Sachen..Und man beginnt mit der Zeit die Hintergründe zu begreifen, es werden gute und schlechte Dinge sichtbar und jede Menge menschlicher Abgründe.

Dies kann sich in manchen Orten häufen, wie zum Beispiel in diesem Ort.
Der Ort heißt Töging am Inn und ist, nach der Meinung einiger Leute, sorgfältiger Beobachtungen meinerseits und gemeinschaftliches Auswerten das Tor zur Hölle. Einer der Höllenschlunde auf der Welt, die immer sich da befinden, wo man es nicht vermutet, wie hier, 12 Kilometer vom hl Altötting entfernt. Doch es stellt sich die Frage, was ist ein Höllenschlund?

Nun, hierzu kann man die Wikipedia befragen:

Höllenschlund ist sowohl die Bezeichnung für das imaginäre Tor zur Hölle, die in vielen Religionen eine Rolle spielt, als auch ein umgangssprachlicher Ausdruck für einen Vulkanschlot.

Die Bezeichnung im Zusammenhang mit Vulkanen kommt daher, dass man früher dachte, die Hölle mitsamt dem glühendheißen Höllenfeuer läge unterhalb der Erdoberfläche, so dass der Vulkan der Eingang sei. Zur Zeit des Mittelalters hatte vor allem der isländische Vulkan Hekla den Ruf, geradewegs in die Hölle zu führen. „Denn Island galt früher in der gesamten christlichen Welt wegen seiner häufigen Vulkankatastrophen als Wohnsitz des Teufels. Und Hekla als die Eingangstür zur Hölle.“[

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6llenschlund)

Diese Erklärung wurde gestern sinnvoll zu erweitern versucht, was leider nicht klappte, allerdings, dank eines Bildschirmschnappschusses wurde der Text bewahrt:

Gemeinhin wird auch der Ort "Töging am Inn" als Höllenschlund bezeichnet. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, u.a. rezidivierende Psychosen der ehemaligen Bewohnerin Fräulein Gabersee, das Auftauchen vielfältiger, genetisch-psychischer Veränderungen bei den Einwohnern sowie diverse, im Bereich des paranormalen anzusiedelnde Ereignisse. Eine genauere Berichterstattung ist geplant und wird durchgeführt. (Ergebnis des Gesprächs Sosch und Olli Wittmann, unter glaubhaften Zeugen)

Aber wie dem auch sei, es ist hier nicht nur der Höllenschlund, sondern auch der Sammelpunkt von Gestalten, Geschichten, Begebenheiten, dem ganz normalen Wahnsinn. Denn die meisten Menschen, die irgendwie sind, sitzen doch Sonntags zu Hause, schauen die Beimerin, liegen auf der Kautsch, haben Kerzen an und sind einfach nur müde und zufrieden....


Mein Name ist Sosch. Ich lebe derzeit mit der Oma Renate zusammen, ferner haben wir noch eine schwarze Katze, Oma hat einen Sohn samt Schwiegersohn, eine Tochter mit zwei Kindern und reichlichen Zicken und Macken und ich habe eine bekloppte Sippe im Osten.

Über uns wohnt ein alkoholkranker Bayer der aus dem Bergen stammt und eine 1-Mann Malerfirma hat, ebenso arbeitet er als Hausmeister und ist nie nüchtern.
Schräg gegenüber wohnt die gewamperte Wagnerin, vorne gerade raus ist eine Wiese mit jahreszeitlichen Bäumen ohne Laub, 4 kaputte Plastikstühle und ein grüner Tisch.
Schräg oben links befindet sich meine Einraumbude mit vielen Büchern, CDs, ätherischer Öle und Räucherstoffen, die derzeit auf 1 Einpackung wartend.

Und drum herum ist die Autobahn, der depperte Ort mit den seltsamen Menschen und Bayern....Ach ja....und die Migranten wollen wir ja auch nicht vergessen, gell.


In dem Sinne
reichlichen Sonntag,

Sosch








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Manchmal wundern wir uns nicht, weil es uns fremd vorkommt, sondern weil alles so gewöhnlich ist...
2.3.08 19:54
 


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